Schorch im Portrait, Schorch Elektrische Maschinen und Antriebe GmbH
Willkommen bei SCHORCH – der Spezialist für elektrische Antriebstechnik
Schorch aktuell
Niederspannungs-
maschinen
Hochspannungs-
maschinen
Antriebssysteme
und Anlagen
High-Speed Machines
Service
Produktauswahl
Kontakt
Ihr Weg zu uns
Download
Über Schorch
Stellenangebote
Unsere Vertretungen
Infomaterial anfordern
Wissenschaftliche
Kooperationen
Archiv  
Dienstag, 7. August 2007
Schorch im Porträt 
Es waren zwei harte Jahre für das Gladbacher Traditionsunternehmen Schorch und seine 550 Mitarbeiter. Doch rechtzeitig zum 125-jährigen Jubiläum war der Turnaround geschafft. Die A-TEC Industries als neuer Eigentümer mit ihrer Tochter ATB Austria Antriebstechnik brachten beim Traditionsunternehmen Schorch mit hohem finanziellen Engagement, einem klar ausgerichteten Sanierungskonzept und neuem Management die entscheidende Wende, resümiert Günter Görgen, Sprecher der dreiköpfigen Schorch-Geschäftsführung und zuvor leitend in der ATB tätig.

Schorch Elektrische Maschinen und Antriebe GmbH in Mönchengladbach-Rheydt, welche weltweit - teils einzigartige - elektrische Maschinen bis zu einer Leistung von 25 MW herstellt, geriet 2005 finanziell in heftige Turbulenzen. Der neue Hauptaktionär (ab 2001), die Lindeteves-Jacoberg (LJ) Gruppe, Singapur, hatte kontinuierlich jegliche Liquidität abgezogen. Görgen: "Kunden stellten ihre Anzahlungen ein, weil keine Bankgarantien mehr hinterlegt werden konnten, viele waren verunsichert und stornierten ihre Aufträge. Wichtige Lieferanten lieferten ohne Vorkasse nicht mehr, Kunden warteten auf die Motoren, die Mitarbeiter auf ihren Lohn". Kurz: Schorch stand vor der Insolvenz.

Die neuen österreichischen Investoren hatten erkannt, dass die Produktpalette von Schorch ideal ins Konzept der Konzerntochter ATB passte und machten sich sofort ans Werk: Zunächst ging es an die Begleichung der Altlasten mit der Zahlung der ausstehenden Löhne und Gehälter, des Weihnachtsgeldes aus 2006 sowie die Begleichung von Steuern und Lieferantenrechnungen.

Schorch erhalte heute wieder die für die Sicherung der Kundenanzahlungen notwendigen Bürgschaften, resümiert Görgen. Durch den großen Einsatz der Mitarbeiter, ihren teilweisen Gehaltsverzicht und mit Hilfe ihres über Jahrzehnte aufgebauten Netzwerks konnten verunsicherte Kunden und Lieferanten wieder von der Leistungsfähigkeit Schorchs überzeugt werden. Bei vielen wichtigen Lieferanten waren wieder Vereinbarungen für Kapazitätsreservierungen möglich.

Görgen: "Wir sind zuversichtlich, die 62 Mio. Euro Umsatz aus dem vergangenen Jahr im laufenden Geschäftsjahr auf rund 85 Mio. Euro steigern zu können." Der Name Schorch habe lange Zeit für den Mercedes unter den Elektromaschinen gestanden. Spitzentechnologie wird es auch künftig in Rheydt geben. Die hochqualifizierte Belegschaft bringe die Kompetenz und den Einsatz mit, der finanzielle Spielraum sei durch die ATB Austria gesichert, betont Geschäftsführer Görgen. "Und wir haben viele Pfunde, mit denen wir wuchern können."

Schorch produziere viele Nischenprodukte exklusiv. So bauten die Schorchianer den weltweit größten Motor für eine gigantische Shreddermaschine, die Metallschrott von Schiffen auf Tennisballgröße zum Recyceln verkleinert. Man wolle sich zudem auf Branchen konzentrieren, die auch künftig überdurchschnittlich wachsen. Dies betrifft insbesondere die Wachstumsmärkte in den GUS-Staaten, in Asien und dem Nahen Osten. Aber es gebe noch viel zu tun: Viele Prozesse im Unternehmen könnten noch weiter verbessert werden, um die Produktivität zu erhöhen und um eine nachhaltige Wettbewerbsfähigkeit zu erreichen.

Das durch den Eigentümerwechsel und das neue Management zurück gewonnene Vertrauen habe bei der Belegschaft bereits zu einer neuen Aufbruchstimmung und damit zu deutlich höherer Produktivität bei steigendem Auftragsvolumen geführt. In vielen Bereichen, so Görgen, würden jetzt noch weitere Ingenieure und qualifizierte Facharbeiter benötigt. 50 neue Mitarbeiter sollen es zum Ende des Jahres sein, die Zahl der gewerblich Auszubildenden wurde bereits um 50 Prozent erhöht.
c.a.
PDF Druckversion. Samstag, 4. Februar 2012.